Oft sehe ich in den letzten Tagen dein Gesicht vor mir. Du wirkst schwach, zerbrechlich, erdrückt von der Last der Medien. Erdrückt von deiner eigen Bürde, die du dir auferlegt hast. Ein Lächeln
auf deinen Lippen, doch deine Augen verraten die Traurigkeit, das Leid in dir. Du warst ein schönes Kind, musikalisch voller Wunder. Die Strenge, die Härte, die Gewalt deines Vaters hat dich
zerbrochen, dir die Kindheit geraubt. Doch dein Stern wurde immer heller, du hast die Bühnen zum Leuchten gebracht. Millionen Menschen verzaubert. Oft hast du versucht dir deine Kindheit zurück zu
holen. Einen Wunderpark hast du dir geschaffen, dich mit Kindern umgeben, warst du doch schon erwachsen. Neverland Ranch, du der Peter Pan zwischen den Kindern. Du hast Liebe gegeben und wurdest
doch oft verletzt. Oft ausgenutzt, deine Gutmütigkeit missbraucht. Angeklagt hat man dich derer, was du nicht getan. Dich immer mehr in dein Schneckenhaus zurück gedrängt. Wo du, trotz der lieben
Menschen um dir, alleine warst. Und immer wieder sehe ich deine Augen vor mir, dich, so zart und zerbrechlich wie eine Pflanze. Sehe, wie diese Pflanze welkt. Immer wieder kämpfend, sich fangend
oder doch nicht? Tauchst auf aus deinem Versteck. Zeigst neue Hoffnung, neue Kraft. Willst die Bühnen wieder verzaubern. Doch dann, verwelkst du, einsam, ganz allein. Ich hoffe, jetzt bist du nicht
mehr allein…
von Kreativ-Wahn
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